Die Figur des Robin Hood ist sagenumwoben und mysteriös. Die Legenden, die sich um den herausstechenden … mehrBogenschützen und großmütigen Helden ranken, sind bereits im Mittelalter entstanden. Dementsprechend oft veränderte sich auch das Bild von Robin Hood.
In der Fassung von Axel Schneider und in der Inszenierung von Malcolm Ransom haben wir es mit einem Helden nach dem Vorbild von Howard Pyle zu tun. Bei seiner eigentlichen Mission, König Richard Löwenherz durch eine Lösegeldzahlung zu befreien, wird er von dessen machtbesessenem Bruder Prinz John verhaftet, der den Thron nicht wieder räumen möchte. Nach erfolgreicher Flucht begegnet er der vogelfreien Räuberbande des Sherwood Forrest, bei denen er Unterschlupf findet. Von der Gesellschaft verstoßen, verbündet Robin Hood sich mit den Geächteten, um dem intriganten Prinz John und seinem willfährigen Gehilfen, dem Sheriff von Nottingham, das Handwerk zu legen.
Was ein richtiger Kerl ist, schafft es natürlich trotz zahlreicher Handgemenge und wilder Fechtszenen mit einer entzückenden Jungfer anzubändeln. Maid Marian verliebt sich in den Helden und so erlebt Robin Hood nebst seinen Scharmützeln auch noch amouröse Abenteuer. „Marian: Ihr habt mich im Wald gekidnappt, nun gar mit einer Waffe bedroht. Was wollt ihr dann das nächste Mal mit mir machen?
Robin: Es ist gerade nicht der rechte Zeitpunkt das zu erläutern, deshalb geb ́ ich Euch den guten Rat: freut Euch drauf.“ Als er von einem neidischen Widersacher verraten wird und kurz davor ist, am Galgen zu enden, entschließt sich die Gruppe der Aussätzigen ihn unter Todesgefahr zu befreien. Robin Hood wiederum befreit anschließend die schöne Maid Marian aus den Fängen des Sheriffs. Nachdem er sie vor der Zwangsheirat bewahren konnte, steht einer Trauung der beiden Verliebten nichts mehr im Wege.
Dieses Jahr bieten wir Ihnen zum Saisonauftrakt einen heiteren und zugleich rasanten Abend voller männlichen und weiblichen Heldenmuts, actionreicher Kampfszenen - choreografiert von Europas Nummer Eins auf dem Gebiet des Bühnenkampfes - und voll charmantem Dialogwitz.
MALCOLM RANSON (REGIE/KAMPFCHOREOGRAPHIE)
Seit über 25 Jahren kreiert der Brite Malcolm Ranson Kampfszenen für Theater, Film und Fernsehen in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Dänemark, Japan, in der Schweiz, den Niederlanden und den USA. Seine Arbeiten umfassen alle Kampfarten – vom Faustkampf „Mann gegen Mann“ über große Bühnenschlachten mit allen Waffengattungen bis hin zum eleganten Fechtkampf. Für die RSC schuf er die Kampfszenen in über 50 Shows, z.B. „Hamlet“, „King Lear“ und „Romeo und Julia“. Er entwickelte Kampfchoreographien am Londoner Westend, für das National Theatre, die English Shakespeare Company sowie für zahlreiche Opern an der English National Opera und am Royal Opera House, u.a. „Carmen“, „Faust“ und „Force Of Destiny“. Malcolm Ranson arbeitete mit namhaften Künstlern, wie Ian McKellen, Joan Collins, Glenn Close, Anthony Hopkins, Jude Law, Judi Dench und Bruno Ganz. Auch Kampfstunts in den Broadway-Shows von „Oklahoma“, „Cyrano de Bergerac“, „Not About Nightingales“ und „Les Liaisons Dangereuses“ tragen seine Handschrift. Im Berliner Theater des Westens war Malcolm Ranson Fight Director für „Les Misérables“ und „Die Drei Musketiere“. Zuletzt waren seine Kämpfe zu sehen in der New Yorker Metropolitan Opera in „Macbeth“, in „Cyrano“ im Birmingham Royal Ballet und derzeit in einer weiteren Inszenierung von „Cyrano de Bergerac“ im Chichester Festival Theatre, in „Sister Act“ am London Palladium und in „Romeo and Juliet“ in Shakespeare’s Globe Theatre in London.